Lehren & Lernen 1/2020 Bildungsbenachteiligung I; Kooperation in der Schule II
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Produktinformationen "Lehren & Lernen 1/2020 Bildungsbenachteiligung I; Kooperation in der Schule II"
In der ersten Ausgabe des Jahres 2020 widmet sich Lehren & Lernen einem zentralen Thema der Bildungsdebatte: Bildungsbenachteiligung. Dabei wird der Fokus auf die sozialen und strukturellen Ungleichheiten im Bildungssystem gelegt und untersucht, wie diese Benachteiligungen in der schulischen Praxis überwunden werden können.
Bildungsbenachteiligung im Fokus
Diese Ausgabe thematisiert verschiedene Facetten von Bildungsbenachteiligung und bietet tiefgreifende Analysen sowie praktische Lösungsansätze:
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Soziale Benachteiligung und Schulerfolg
Gotthilf G. Hiller kritisiert das weit verbreitete Narrativ über die Unveränderlichkeit des Zusammenhangs zwischen sozialer Herkunft und Schulerfolg und fordert einen kritischen Umgang mit diesem Thema. -
Immer mehr Jugendliche ohne Schulabschluss
Verena Liessem und Susanne Nowak stellen die aktuelle CARITAS-Studie vor, die die Auswirkungen von Bildungsbenachteiligung auf den Lebensweg vieler Jugendlicher dokumentiert. -
Ein ausbruchssicheres Gefängnis
Jutta Allmendinger beschreibt in ihrem Beitrag, wie Bildungsbenachteiligung zu sozialer Ungleichheit führt und warum es eine bessere Bildungspolitik braucht, um das zu verhindern. Jutta Allmendingers Gefängnis – 15 Jahre später
Ulrich Herrmann kommentiert die Entwicklung der Bildungslandschaft und reflektiert die langfristigen Auswirkungen von Bildungsbenachteiligung.
Weitere Themen im Panorama
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PISA-Diskussion
Rainer Bölling setzt sich kritisch mit den Ergebnissen der PISA-Studie auseinander und hinterfragt, inwieweit diese wirklich aussagekräftig für die Bewertung der Bildungsqualität sind. -
Mythos Bildungsungleichheit
Benjamin Edelstein und Marcel Helbig diskutieren die Thesen von Bölling und plädieren für eine Verlagerung der Bildungsselektion auf den nachschulischen Bereich. Bildung und soziale Gerechtigkeit
Georg Lind analysiert die PISA-Studien und kritisiert die methodischen Schwächen und die daraus resultierenden fehlerhaften Schlussfolgerungen.
Weitere Artikel
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Die besondere Schule: Herzog-Philipp-Verbandsschule Altshausen
Stefanie Niederer und Raphaela Zylka stellen das Konzept der Herzog-Philipp-Verbandsschule vor, die auf Inklusion und individuelle Förderung setzt. -
Buchbesprechungen
Rezensionen zu „Einfach gut unterrichten“ und „Sketchnotes in der Schule“ bieten wertvolle Impulse für die schulische Praxis.
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✔ Neue Perspektiven auf Bildungsbenachteiligung und -ungleichheit
✔ Lösungsansätze zur Förderung benachteiligter Schüler/innen
✔ Kritische Reflexion zur PISA-Diskussion und Bildungsforschung
✔ Impulse für eine gerechtere Bildungspolitik
| Produkttyp: | Zeitschrift |
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Seitenzahl: 42 Seiten
Erscheinungstermin: 21.01.2020
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Nur Fordern oder auch Fördern? Das ist keine Frage für Jutta Allmendinger, derzeit Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin, zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung dieses Textes im Jahre 2005 Direktorin des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Sie plädiert für aktive Arbeitsmarktpolitik. Doch noch viel besser sei es, Kinder schon frühzeitig umfassender Bildung teilhaftig werden zu lassen. Nur so lasse sich Armut wirklich vermeiden. Der Text von 2005 ist unverändert aktuell.
Das Thema „Soziale Benachteiligung und Schulerfolg“ wird im vorliegenden Beitrag nicht aus der Perspektive der Bildungsforschung und Bildungssoziologie behandelt. Vielmehr geht es um die Frage, was Professionelle und Ehrenamtliche im Schulwesen mit dieser Erzählung vom straffen Zusammenhang zwischen sozialer Benachteiligung und mangelhaftem Schulerfolg anfangen. So gesehen, gehören die folgenden Überlegungen und Beispiele zu einer „etwas anderen“ empirischen Bildungsforschung, in deren Zentrum diese Fragen stehen: Wie wirkt sich dieses Wissen im beruflichen Alltag und im Handeln von Fachleuten und Ehrenamtlichen aus? Hat es überhaupt Auswirkungen, da sich ja offenbar an diesem Befund seit Jahren nichts ändert? Wenn die Schulen selber die soziale Ungleichheit verschärfen oder auf Dauer stellen, was wäre zu tun, falls man dies ändern wollte?
Aktive und konstruktive Elternarbeit hat sich zu einem zunehmend bedeutsamen beruflichen Handlungsfeld von Lehrkräften entwickelt und wird in den Schulgesetzen eigens geregelt. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass immer mehr Erziehungsaufgaben auf die Schule übertragen werden und nur ein gemeinsames Miteinander erzieherische Kontinuität gewährleisten kann. Zugleich ist erwiesen, dass dieses Miteinander die Leistungsmotivation der Schüler steigert und innerhalb einer förderlichen Lernatmosphäre der Schule zu besseren Leistungen führt. Die Kooperationsvereinbarung zwischen Schule und Eltern gehört daher in jedes Leitbild. Der vorliegende Beitrag entfaltet die Grundsätze, Voraussetzungen und Vorgehensweisen einer gelingenden Kommunikation und Kooperation.
Ergebnisse aus einem NRW-Landesmodellprojekt in den Grundschulen der Stadt Solingen Dieser Beitrag berichtet von der Durchführung und von den Ergebnissen des NRW-Landesmodellprojekts „Gesundheit, Integration und Konzentration – Achtsamkeit in den Grundschulen (GIK)“ in den Jahren 2016 – 2018 in den 21 Grundschulen der Stadt Solingen. Begleitende Befragungen zeigen, dass das Einüben von wertschätzender Präsenz Selbstregulationsprozesse v. a. in Stresssituationen stärkt und den gefühlten Zustand von Wohlbefinden und Gesundheit bei Lehrpersonen und Kindern fördert. Anzeichen für die Stärkung einer empathischen Beziehungskultur werden vorgestellt sowie Hinweise auf eine partizipativ gestaltete Schulkultur.
Mehr als 52.000 Jugendliche haben in der Bundesrepublik im Jahre 2017 die Schule ohne Hauptschulabschluss verlassen. Das sind 5.000 mehr als noch vor zwei Jahren. Damit stieg die Quote bundesweit um 1 Prozentpunkt auf rd. 7%. Der vorliegende Beitrag referiert dazu statistische Daten aus dem Berufsbildungsbericht 2019 und für Baden-Württemberg und zeigt Wege auf, wie dieser Gruppe von Jugendlichen Wege in Ausbildung und Berufstätigkeit gebahnt werden können.
Vor hundert Jahren, nach dem Ersten Weltkrieg und der Revolution von 1918/19, wurde in Deutschland Wirklichkeit, wofür Pädagogen und Bildungsreformer lange gekämpft hatten: Die Weimarer Nationalversammlung verankerte die allgemeine Schulpflicht in der Verfassung der ersten deutschen Demokratie, und sie kündigte in Artikel 146 eine „für alle gemeinsame Grundschule“ an. Was die Nationalversammlung damals in nüchterner Sprache festschrieb, war nicht weniger als eine demokratische Revolution auch in der Schulpolitik. Zum ersten Mal in der deutschen Geschichte sollten alle Kinder gemeinsam in die Schule gehen, unabhängig von ihrer wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Stellung oder dem Religionsbekenntnis ihrer Eltern. Endlich sollte Schluss sein mit der Standesbildung des Kaiserreichs, wo Kinder aus wohlhabenden Schichten auf Vorschulen, Privatschulen oder von Hauslehrern aufs Gymnasium vorbereitet worden waren, während, wie es damals hieß, Armeleutekinder die Volksschulbank drückten, oft getrennt nach Geschlecht oder Konfession.
Die Landesregierung von Baden-Württemberg sieht vor, dass jede Schule einen eigenen Medienentwicklungsplan (MEP) ausarbeitet. Dieser soll neben einer Bestandsaufnahme vor allem „konkrete Ziele für die Unterrichtsentwicklung unter Nutzung digitaler Medien“ formulieren, die Umsetzung dieser Ziele in einen realistischen Zeitplan übertragen und, abgestimmt mit dem Schulträger, Maßnahmen und Finanzierungsmöglichkeiten zur Umsetzung des Plans festlegen. Dies ist eine entscheidende Voraussetzung dafür, dass Mittel aus dem Digitalpakt des Bundes und der Länder abgerufen und sinnvoll eingesetzt werden können.